Allmächtiger Gott,

du hast uns durch Johannes den Täufer gemahnt,

Christus, dem Herrn, den Weg zu bereiten.

Stärke uns mit deiner Kraft,

damit wir nicht müde werden, diesem Ruf zu folgen,

sondern die tröstende Ankunft dessen erwarten

der uns Heilung bringt.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus. Amen.

Das Tagesgebet spielt heute auf Mk 1,3 an. Johannes der Täufer wird als Vorläufer Jesu gesehen. Er lebt in der Wüste und predigt die Umkehr und tauft mit dem Bekenntnis, dass nach ihm einer kommt, der nicht mit Wasser, sondern mit dem Heiligen Geist tauft. Johannes verweist in seiner Predigt immer auf Jesus. Er möchte die Menschen nicht an seine Person binden, sondern sie nur vorbereiten, dass sie in die Nachfolge Jesu treten können. Er zeigt auf das Lamm Gottes (Joh 1,29) und stellt sein ganzes Leben in seinen Dienst. Jesus ist für ihn kein Unbekannter. Wie das Lukasevangelium berichtet davon, dass sich Gottesmutter Maria und Elisabeth, die Mutter des Johannes, treffen. Elisabeth sagt dabei zu Maria: „In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib“ (Lk 1,44). Die erste Begegnung Jesu mit Johannes durch ihre Mütter ist eine Begegnung der Freude. Johannes hat darin die erste Predigt Jesu erfahren dürfen: wo der Mensch in Kontakt mit dem Gottessohn Jesus von Nazareth kommt, dort soll Freude herrschen.

Johannes bereitet dem den Weg, der die Freude und den Frieden in die Welt bringt. Wie nötig auch unsere Zeit immer wider die Freude und den Frieden haben, erfahren wir täglich in den unterschiedlichsten Situationen. Dem Herrn den Weg bereiten, kann bedeutet, dass wir Vorboten der Freude und des Friedens werden, damit Jesus Christus die wahre Freude und den eigentlichen Frieden in unseren Herzen bringen kann.