Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern,
seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des Ewig-Geliebten,
der Kyrios heißt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha.

Du wirfst dein Feuer zur Erde
Und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.

Komm, Herr Jesus, Maranatha. 

(Hymnus aus dem Stundenbuch der Kirche)

 

Advent – Erwartung: Erwartung ist immer Sehnsucht, die uns unruhig macht. Je näher der Erwartete kommt, umso unruhiger, gespannter werden wir. Welche Sehnsucht ist nicht in dem Vers ausgedrückt: „seht, er kommt, er kommt, wir sind hier“. Der Advent darf für uns Christen eine Zeit der „heiligen Unruhe“ sein. Aber am Ende wird dann die Wahrheit sein: „unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“ (Hl. Augustinus, Confessiones I,1)

Advent – Bekenntnis: Wo wir Wartende sind, haben wir auch ein Wissen von dem, den wir erwarten. Wir halten Ausschau nach dem den wir nicht nur äußerlich kennen, sondern von dem der Hl. Thomas nur anbetend bekennen kann: „Mein Herr und mein Gott“ (Joh 20,28). Im Warten und in der Sehnsucht muss es immer mehr zu unserem Wort werden: Herr Jesus Christus, du bist mein Herr.

Advent – Anbetung: Der Herr kommt – heißt es an vielen Stellen in Gleichnissen des Evangeliums. Was können wir tun, wenn unsere Sehnsucht gestillt wird, wenn die Erwartung erfüllt ist? Wie begegnen wir dem Herrn, wenn wir an Weihnachten seine Herrlichkeit aufleuchten sehen? Die einfachen Hirten, die von den Feldern kommen, sind uns Vorbild und Beispiel, die mehr verstanden haben, als wir oft meinen zu wissen. Sie knien nieder und beten an. In der Anbetung und im Knien erreicht der Mensch seine wahre Größe.

Advent – Komm, Herr Jesus, Maranatha!