Alma Redemptoris Mater,
quae pervia caeli porta manes
et stella maris,
succurre cadenti,
surgere qui curat, populo:
tu quae genuisti, natura mirante
tuum sanctum Genitorem,
Virgo prius ac posterius,
Gabrielis ab ore sumens illud Ave
peccatorum miserere.

Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn. Du hast geboren, der Natur zum staunen deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave o erbarme dich der Sünder.

Die Kirche besingt die Gottesmutter Maria mit unterschiedlichen Hymnen. In der Advents- und Weihnachtszeit erklingt das Alma Redemtoris Mater – Erhabne Mutter des Erlösers. G. P. da Palestrina, einer der bedeutendsten und genialsten Komponisten der Renaissance, vertonte dieses Marienlob in Klarheit und Würde, die zum Staunen führt.
Wir dürfen staunen, wenn wir die Gottesmutter in den Blick nehemn: „du allzeit offene Pforte des Himmels“. Maria ist die offene Pforte des Himmels, da sie ihr Herz geöffnet hat für das Wort Gottes. Sie hat Gott in ihr heiligstes Heiligtum, in ihr Herz eingelassen. Wo der Mensch sein Herz für Gott öffnet, dort öffnet sich für ihn der Himmel.
Staunen wir ruhig. Denn das Staunen ist der erste Schritt der Öffnung für den unbegreiflichen Gott, der uns seinen Himmel öffnet, und in unsere Herzen sprechen will.

 

Rüttle unsere Herzen auf, allmächtiger Gott,
damit wir deinem Sohn den Weg bereiten
und durch seine Ankunft fähig werden,
dir in aufrichtiger Gesinnung zu dienen.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.