„In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken und dein Erbarmen zu preisen. Denn was durch Adams Sünde verlorenging, bringt uns Christus zurück, unser Retter und Heiland. Was du durch sein erstes Kommen begonnen hast, wirst du bei seiner Wiederkunft an uns vollenden. Darum dienen dir alle Geschöpfe, ehren dich die Erlösten, rühmt dich die Schar deiner Heiligen. Auch wir preisen dich mit den Chören der Engel und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig…“

In der Präfation des Dritten Advents bekennt die Kirche, dass es die Sünde in der Welt gibt. Es ist eine Tatsache. Der tägliche Blick in die Zeitungen und Nachrichten bestätigt, dass es das Schlechte, das Negative in der Welt gibt. Es ist das, was seit Adam da ist, der die Sünde getan hat. Damit ist aber gesagt, dass alles vor der Tat Adams noch nicht mit dem Makel der Sünde befleckt ist. Die Schöpfung, auch der Mensch, so wie Gott ihn wollte, ist gut geschaffen. Und im Grunde ist auch jeder Mensch gut. Vielleicht vergessen wir das zu oft.

Es bleibt nicht bei der Sünde. Christus bringt uns zurück, was wir durch die Sünde verloren haben: das Menschsein und das Leben, wie Gott es für einen jeden Menschen will.

Die Kirche betet, dass Christus uns dies zurückbringt mit seinem ersten Kommen an Weihnachten; das wird dann bei seiner zweiten Wiederkunft an den Enden der Zeiten vollendet. Advent geht weit über Weihnachten hinaus….

 

Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen
das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit
für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle
ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.