Herr, unser Gott

alles steht in deiner Macht;

du schenkst das Wollen und das Vollbringen.

Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit

Christus entgegengehen

und uns durch Taten der Liebe

auf seine Ankunft vorbereiten,

damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten,

wenn er wiederkommt in Herrlichkeit.

Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Die Kirche betet und bekennt am ersten Tag des Advents, dass Gott der Allmächtige ist: „alles steht in seiner Macht, er schenkt das Wollen und das Vollbringen“. Paulus, von dem dieser Gedanke übernommen ist (vgl. Phil 3,13), spricht davon, dass Gott das Wollen über unseren guten Willen hinaus bewirkt. Damit ist gesagt: Gott möchte das absolut Gute für den Menschen; er will nicht sein Verderben, sondern sein Leben.

Die Macht Gottes soll uns helfen, „auf dem Weg der Gerechtigkeit Christus entgegenzugehen“. Advent ist die Vorbereitung auf die Begegnung mit Jesus Christus, in dem Gott uns unendlich nahe kommt und nahe ist. Advent ist aber auch schon die Begegnung mit ihm: in den „Taten der Liebe“ tun wir alles Gute, „das wir einem der Geringsten getan haben, das haben wir ihm getan“ (vgl. Mt 25,45).