WORT DES PFARRERS

woher – wohin

Die Zeit der Närrischen ist zu Ende sagt der Volksmund, die Fastenzeit beginnt.Zeit der Besinnung oder gar des Nachdenkens. Eine Zeit des Wartens, einesaktiven Wartens auf die Geheimnisse des Lebens schlechthin.Im Credo beten wir jeden Sonntag, „ich glaube an das Leben nach dem Tod und das ewige Leben, Amen.“ Nun gut, wie ist es mit dem ewigen Leben, wie ist es mit dem Leben nach dem Tod, wohin gehen wir? Die Wissenschaft gibt uns hier keine Antwort, wir haben keine empirischen Beweise des Lebens nach dem Tod, nach der Wissenschaft geht das Leben, das biologische, ins Nichts. Aus und Ende. Irgendwie ein furchtbarer Gedanke, der uns jede Hoffnung raubt. Warum dann ein geistig erfülltes Leben führen, warum die Werte der Liebe, der Hoffnung, der Barmherzigkeit, der Verzeihung, des Erbarmens leben? Ohne sich in das geistige Leben zu erheben, ist das irdische Leben sinnlos. Gott schenkt uns einen Geist, eine Seele, die nach dem Göttlichen strebt, die sich zu dem hin bewegt, der ihr Ursprung ist. Gott der Ewige, Gott der Schöpfer und die Liebe. Mit der Frage „wohin gehen wir?“ ist natürlich die Frage verbunden „woher kommen wir?“ Wenn wir von Gott kommen, und es gibt auch keinen Gegen – Beweis, dann gehen wir auch zu ihm zurück, dann ist er die Vollendung. Gott weiß um unsere Schwierigkeiten, das zu begreifen, er sendet uns sein Wort, Logos, das schöpferische Wort Gottes, dieses Wort ist Fleisch geworden. Gottes Wort, das lebendige Wort, Logos, Jesus Christus. Der letzte Feind, der Tod wird besiegt, einmal für alle Male. Denn wie in Christus alle gestorben sind, werden in ihm auch alle auferstehen. Die 40 Tage der quaresima sind die Zeit, sich diesen Fragen zu stellen, nach dem Sinn des Lebens, nach der Liebe, die Gott uns schenkt in Jesus Christus; letztlich auch der Überlegung: wenn er mich geschaffen hat und Er das Leben ist, dann wird er mich auch nicht im Tod lassen, sondern zu sich nehmen, sonst wäre seine, Gottes, Mühe umsonst, sonst wäre auch der Tod seines Sohnes umsonst. Wer stirbt nun umsonst? Wenn man stirbt in der Hoffnung auf das Leben, dann hat das Leben einen Sinn, dann hat der Tod und das Leben nach dem Tod einen Sinn und Vollendung. Denn das Leben deiner Gläubigen, o Herr, geht nicht zu Ende, sondern es wird verwandelt, in das, was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat. Auf das Leben, le Chaim!

Ihr Pfarrer