Gnädiger Gott,

du erfüllst uns mit Freude

über das Kommen deines Sohnes in unserem Fleisch.

Schenke uns bei seinem Kommen in Herrlichkeit

das ewige Leben, das du uns verheißen hast.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus. Amen.

Weihnachten lässt seinen Glanz aufleuchten. Wenige Tage vor dem großen Fest ist im Tagesgebet schon von „der Freude über das Kommen des Sohnes in unserem Fleisch“ zu erfahren. Obwohl der Advent noch nicht vorbei ist, kann die Kirche nicht anders als schon jetzt vor Freude über das Kommen Gottes in unsere Welt zu jubeln. Jesus Christus wird Mensch und tritt ein in unsere Geschichte und Zeit. Damit ist er geschichtlich fassbar und greifbar.

Dennoch spricht das Gebet noch vom „Kommen in Herrlichkeit“. Damit ist das Kommen Christi am Ende der Zeiten gemeint, bei dem er die ganze Schöpfung erlösen und befreien wird. Auch wenn dieses zeitliche Ereignis oft als das Gericht über die Welt bezeichnet ist, ist es weniger ein Gericht der Verurteilung, sondern vielmehr ein Gericht der Freude: alles und alle sollen eingehen in die Herrlichkeit des ewigen Lebens. Weihnachten ist die Zusage Gottes an uns Menschen und an unsere Welt, dass Gott es mit der Vollendung in Herrlichkeit ernst meint. In der Geburt zeigt er: Die Geschichte und unser Leben, in das er gekommen ist, ist jetzt schon erfüllt von der Zusage dieses Heiles. Das darf uns mit jetzt mit Freude erfüllen!