Hilf uns, Gott,

dass wir voll Freude in diesen Tagen

die Ankunft deines Sohnes erwarten.

Nimm alle Trägheit von uns

und mache uns bereit, zu wachen und zu beten,

damit uns Christus nicht schlafend findet,

wenn er kommt und anklopft.

Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Der Advent wurde in der Kirche lange Zeit wie die Österliche Bußzeit als Fastenzeit begangen, das heute noch die liturgische Farbe Violett im Gottesdienst zeigt. Es standen die Umkehr und Buße im Mittepunkt, um sich bewusst geistig und körperlich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Aber wie die Fastenzeit vor Ostern ist der Advent auch eine „Zeit der Freude“. Immer wenn wir als Christen aufgerufen sind, uns mit unserem Leben auf das Evangelium hin auszurichten, ist das ein Grund der Freude. Das Wort des Evangeliums möchte uns vorbereiten auf die Begegnung mit dem Sohn Gottes und seinem Wort. Damit wir das Wort Gottes aufmerksam hören können, braucht es die Aufmerksamkeit, also die Bereitschaft „zu wachen und zu beten“. Christus kommt – wir gehen ihm entgegen; Christus spricht – wir hören auf sein Wort; Christus ist nahe – wir beten ihn an.