Die Fülle des christlichen Lebens, die Gott in den Menschen bewirkt, ist in der Tat immer von der Versuchung bedroht, dem weltlichen Geist nachzugeben.

Deshalb schenkt Gott uns seine Hilfe, durch die wir beharrlich sein und die uns vom Heiligen Geist geschenkten Gaben bewahren können: das neue Leben im Heiligen Geist, das er uns schenkt. Wenn wir diese heilbringende »Lebensquelle« hüten, dann wird unser ganzes Sein, Geist, Seele und Leib, unversehrt und makellos bewahrt. Aber warum muss Gott, nachdem er uns seine geistlichen Schätze ausgeteilt hat, auch noch eingreifen, um sie unversehrt zu erhalten? Das ist eine Frage, die wir uns stellen müssen. Weil wir schwach sind – wir alle wissen das –, unsere menschliche Natur ist schwach und wir tragen die Gaben Gottes in »zerbrechlichen Gefäßen « (vgl. 2 Kor 4,7).

Das Eingreifen Gottes zugunsten unserer Beharrlichkeit bis zum Ende, bis zur endgültigen Begegnung mit Jesus ist Ausdruck seiner Treue. Es ist wie ein Dialog zwischen unserer Schwachheit und seiner Treue. Er ist stark in seiner Treue. Und Paulus sagt an einer anderen Stelle, dass er – er, Paulus selbst – stark ist in seiner Schwäche. Warum? Weil sie im Dialog steht mit dieser Treue Gottes. Und diese Treue Gottes enttäuscht niemals. Er ist vor allem sich selbst treu. Deshalb wird er das Werk, das er in einem jeden von uns mit seinem Ruf begonnen hat, auch zur Vollendung führen. Das gibt uns Sicherheit und großes Vertrauen: ein Vertrauen, das sich auf Gott stützt und unsere aktive und mutige Mitarbeit erfordert angesichts der Herausforderungen des gegenwärtigen Augenblicks. 

Papst Franziskus, 30.11.2013

 

Hilf uns, Gott, dass wir voll Freude

in diesen Tagen die Ankunft deines Sohnes erwarten.

Nimm alle Trägheit von uns und mache uns bereit,

zu wachen und zu beten, damit uns Christus

nicht schlafen findet, wenn er kommt und anklopft.

Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.