Herr, unser Gott,

bereite durch das Wirken deiner Gnade

unser Herz,

damit wir bei der Ankunft deines Sohnes

würdig sind,

am himmlischen Gastmahl teilzunehmen

und aus seiner Hand

die Speise des ewigen Lebens zu empfangen.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,

deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,

der in der Einheit des Heiligen Geistes

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Das heutige Tagesgebet erstaunt: es werden zwei Ebenen miteinander verbunden. Die Kirche bittet, dass unsere Herzen für die Ankunft Jesu vorbereitet sind. Aufmerksam und voller Freude sollen wir ihm begegnen, wie es in Gebeten der letzten Tage immer wieder hieß. Wenn wir einen guten Freund empfangen, dann ist dies auch immer ein Herzensanliegen, das uns mit Freude und Zufriedenheit erfüllt. So soll es auch an Weihnachten sein, wenn „die Menschenfreundlichkeit Gottes“ erscheint (vgl. Tit 3,4). Weihnachten ist wirklich ein Fest der Freude und der Freundschaft.

Aber dann spricht das Gebet von einer zweiten Ebene. Bei der Ankunft Jesu in unserer Welt sollen wir würdig sein, „am himmlischen Gastmahl teilzunehmen und die Speise des ewigen Lebens zu empfangen“. Zeit und Ewigkeit werden hier miteinander verbunden. Immer dort, wo wir uns im Namen Jesu Christi versammeln, wo wir das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung begehen, bricht unsere Zeit auf und die Ewigkeit kommt zum Blühen. Das, was hier im Gebet ausgesprochen wird, ist unglaublich, aber unglaublich schön.