„Adventliche Menschen glauben an Gott, setzten auf ihn, wollen ihm nahe sein im Gebet, haben Sehnsucht nach seinem Wort, dem Wort der Heiligen Schrift.
Aus ihrem durch das Gebet vertrauten Umgang mit Gott wissen adventliche Menschen auch, dass Gott nicht unter Aufbietung von Gewalt in mein Leben tritt, sondern dass er sich in der Stille und Unscheinbarkeit eines Geschöpfes zeigen kann, das meiner Hilfe bedarf und das meine Zuwendung annimmt. […]
Adventliche Menschen sind hoffende Menschen. Sie wissen um die vielen Gründe zu klagen, um die vielen Gründe, an den anderen und, schlimmer noch, an sich selbst zu verzweifeln. Wider alle Hoffnung hoffen sie, dass der lebendige Gott, der seinem Volk so oft gezeigt hat, dass er da ist und mitgeht, sich als der Stärkere erweisen und alles Weinen in Jubel und alle Trauer in Freude verwandeln wird. Auf seine Lebensverheißungen können wir bauen.Adventliche Menschen sind liebende Menschen. Sie wissen, dass Gott sie trägt, und so haben sie die Sehnsucht, auch ins Leben anderer Menschen Licht zu bringen. […]
Adventliche Menschen sind schließlich wache Menschen, die sich ihren Geist nicht vernebeln lassen durch Alkohol und andere Drogen, die sich zur rechten Zeit in Sicherheit bringen vor dem Wort- und Bilderschwall der Massenmedien und die sich vorbehalten, eine eigene Meinung zu haben, nicht gedankenlos und unkritisch nachplappern, was auch alle anderen sagen. Adventliche Menschen sind betende Menschen, die schon jetzt vertrauten Umgang pflegen wollen mit dem, der am Ende der Geschichte kommen wird.
Aus. Rudolf Voderholzer, „Und das Wort ist Fleisch geworden…“ Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit, 10-12.

Herr und Gott, in unserer Bedrängnis rufen wir zu dir,

erhöre die Bitten deines Volkes.

Bewahre uns vor aller Ansteckung des Bösen und tröste uns

durch die Ankunft deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus,

der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht

in alle Ewigkeit. Amen.