Der Pfarrgemeinderat

Den Pfarrgemeinderäten gehören österreichweit ca. 45.000 Personen an, davon 30.000 gewählte Mitglieder. Die Zahl erhöht sich noch weiter, wenn man die fixen freiwilligen Mitarbeiter/innen von Arbeitsgruppen dazuzählt.

Diese „Fachausschüsse“ widmen sich z.B. den Grundanliegen Gottesdienstgestaltung, Soziales, Glaubensbildung, Jugendarbeit oder zum Beispiel Schöpfungsverantwortung (Nachhaltigkeit).

Je nach Größe der Pfarre besteht der Pfarrgemeinderat aus bis zu 31 katholischen Frauen und Männern. Der leitende Priester einer Pfarre ist Teil des Pfarrgemeinderates und dessen Vorsitzender. Der Pfarrgemeinderat gestaltet des Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde. Für die verschiedenen Aufgaben hat der Pfarrgemeinderat eine differenzierte Struktur mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten. 

Der Pfarrgemeinderat: eine „Frucht“ des II. Vatikanischen Konzils

Das Konzil hat das Bild der Kirche als „Volk Gottes unterwegs“ wieder neu ins Bewusstsein gerückt. Dieses Bild erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Gott hat sich dabei gezeigt als Befreier aus der Sklaverei und als Gott, der mit seinem Volk geht.

Gott beruft Menschen in das neue Volk Gottes durch die Taufe. Daher spricht man auch von der „Taufwürde“ oder „Taufweihe“. Aus dieser Berufung heraus sind alle Mitglieder der Kirche berufen, am Auftrag der Kirche mitzuarbeiten und die Kirche mitzugestalten. Daher war es ein Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils, dass auf allen Ebenen der Kirche Räte eingerichtet werden, wo diese Mitgestaltung eine verbindliche Form bekommt. 

Welche Bedeutung hat die Wahl für die Pfarren und die Kirche?

Der gesamte Wahlvorgang ist ein Schritt der Erneuerung und Weiterentwicklung für die Pfarrgemeinden. Eine hohe Beteiligung bei der KandidatInnen-Suche, die Bereitschaft vieler, sich als KandidatIn zur Verfügung zu stellen, und eine hohe Wahlbeteiligung sind wichtige Signale einer lebendigen katholischen Kirche in Österreich. 

Sie bringt die Bedeutung von Gott und dem Glauben der Menschen zum Ausdruck und ist zugleich ein Zeichen der vielfältigen Leistungen in den Pfarren.

Welche Bedeutung haben PfarrgemeinderätInnen für die Pfarre?

PfarrgemeinderätInnen sind Rückgrat und Knotenpunkt des freiwilligen Engagements in der Kirche. Durch ihren Einsatz gestalten sie aktiv das kirchliche und gesellschaftliche Leben mit. Ohne diesen Einsatz wäre in vielen Pfarrgemeinden weder die Seelsorge noch die Erhaltung der pfarrlichen Infrastruktur möglich.

Gemeinsam mit den Priestern nehmen die Frauen und Männer die Lebensumstände der Menschen wahr, deuten diese im Licht des Evangeliums und handeln danach.

Sinn und Zweck des Pfarrgemeinderates 

In der Pfarrgemeinde bilden die Gläubigen eine GEMEINSCHAFT in Christus. So verwirklicht sich Kirche am Ort. Sie findet ihren Ausdruck in der Verkündung der christlichen Botschaft, der Sorge um die Menschen und in der Feier des Gottesdienstes.

Der Pfarrgemeinderat ist ein Leitungsgremium, das für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde Verantwortung trägt. Zusammen mit dem Pfarrer gestalten GEWÄHLTE Frauen und Männer das Pfarrleben als Ausdruck gemeinsamer Verantwortung aller Gläubigen. Ausgehend von der Situation der Menschen am Ort, dem sozialen und kulturellen Milieu, arbeitet der Pfarrgemeinderat an der Entwicklung der Gemeinde, damit sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist. Im Dialog mit Einzelnen und Gruppen nimmt der Pfarrgemeinderat die Lebensumstände der Menschen wahr, deutet sie im Licht des Evangeliums und handelt entsprechend. Die Erneuerung von Kirche und Welt durch lebendige Christengemeinden ist erklärtes Ziel des II. Vatikanischen Konzils. In diesem Bemühen hat der Pfarrgemeinderat seine Wurzeln. 

Aufgabenfelder des Pfarrgemeinderates

Der Pfarrgemeinderat als Leitungsgremium berät in regelmäßigen Sitzungen, was zu tun ist, legt Ziele und Prioritäten fest, plant und beschließt die dazu erforderlichen Maßnahmen, sorgt für deren Durchführung und überprüft die Arbeit, ihre Zielsetzung und Entwicklung.

Er macht nicht alles selbst, sondern richtet Fachausschüsse ein oder delegiert Aufgaben an Einzelne oder Gruppen. Der Pfarrgemeinderat sorgt sich um die personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen der Pfarrgemeinde, bemüht sich um Information, Meinungsbildung und Austausch von Erfahrungen, stimmt die Interessen der Einzelnen und Gruppen aufeinander ab, koordiniert deren Aktivitäten, gewährleistet die Vielfalt des pfarrlichen Lebens und vertritt die Pfarrgemeinde nach außen. Durch Weiterbildung stärken die Mitglieder des Pfarrgemeinderates die Kompetenz für ihre Aufgaben.

Die Arbeiten an der pfarrlichen Infrastruktur (Bauen, Finanzieren, Verwalten) sind notwendig und wertvoll, müssen aber im Dienst der Seelsorge und der Menschen stehen. Die pfarrliche Arbeit lebt großteils vom Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Pfarrgemeinderat achtet darauf, dass ihre Arbeit Anerkennung findet, sie ihre Arbeit bereichernd erleben, mit ihnen ermutigend, partnerschaftlich und aufbauend umgegangen wird, sie weder persönlich, zeitlich noch finanziell überfordert werden. Dazu gehören entsprechende Hilfestellungen und Angebote zur Weiterbildung. Im Rahmen seiner Zielsetzungen ist der Pfarrgemeinderat von sich aus bestrebt, mit öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und allen Menschen guten Willens partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.

 

 

Pfarrgemeinderatswahl

 Seit über 50 Jahren werden in Österreich rund 28.000 PfarrgemeinderätInnen direkt gewählt.

Alle 5 Jahre haben mehr als 4,5 Millionen wahlberechtigte KatholikInnen die Möglichkeit, eine Funktion in ihrer Pfarrgemeinde zu übernehmen oder mit ihrer Stimme den KandidatInnen das Vertrauen auszusprechen. Das nächste Mal ist es unter dem Motto „mittendrin“ am 20. März 2022 wieder so weit.

 

 

In wenigen Monaten, im März 2022 werden in Österreich die Wahlen des Pfarrgemeinderates abgehalten. Wir möchte Ihnen vorab ein paar Einblicke bzw. ein wenig Vorgeschmack auf diese wichtige Rolle und Verantwortung der Pfarren geben. 

Zuerst: Wer kann kandidieren?

„Mitglieder des PGR können nur Katholikinnen und Katholiken sein, die einen Wohnsitz im Pfarrgebiet haben oder regelmäßig am Leben der Pfarre teilnehmen, am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, die bereit sind, Aufgaben und Pflichten im PGR zu erfüllen, sich zu Glauben und Ordnung der Kirche bekennen und ihrer Verpflichtung zur Zahlung des Kirchenbeitrags nachkommen.“

Wer ist wahlberechtigt?

Aktiv wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken, die vor dem diözesanen Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber das Sakrament der Firmung bereits empfangen haben und am Wahltag einen Wohnsitz im Pfarrgebiet haben oder regelmäßig am Leben der Pfarre teilnehmen. Diese Feststellung ist von der Wahlkommission zu treffen. Kinder vor Erreichung der aktiven Wahlberechtigung (16 Jahre) haben auch eine Stimme. Dieses Stimmrecht wird von den Erziehungsberechtigten ausgeübt. Beide Erziehungsberechtigte vereinbaren, wer das Stimmrecht für die Kinder ausübt.

Es gibt ambitionierte Ziele zur PGR-Wahl in der Erzdiözese Wien. Wir möchte diese auch in unserer Pfarre verfolgen und umzusetzen versuchen: Die Anzahl der Wähler/innen wird um mind. 1% gesteigert. Die kulturellen Barrieren* zur Beteiligung bei der PGR-Wahl werden überwunden, um die Gemeinde in ihrer Vielfalt zu repräsentieren. Es gibt mehr Kandidat/inn/en gegenüber der letzten Wahl. Personen, die sich mit der Gemeinde und Pfarre identifizieren und sie innovativ und im Sinne missionarischer Jüngerschaft weiterentwickeln, werden zur Kandidatur motiviert. Das derzeitige Durchschnittsalter der gewählten Mitglieder im PGR verjüngt sich.  

Wir möchte Ihnen sukzessive die Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen – oder anders gesagt, werden sie das selbst tun. Die Vorstellungen werden jeden 3. Sonntag im Monat im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes stattfinden. Parallel dazu werden sich die Kandidatinnen und Kandidaten auch im Pfarrblatt und hier auf der Webseite der Pfarre präsentieren.

 

Unsere Kandidaten

Mein Name ist Eva Kupka

Ich bin verheiratet und habe 3 Söhne.
Ich backe gerne Brot und spiele mit Freude und Begeisterung
Saxophon.
Ich möchte das soziale Gewissen der Pfarre sein und den
Blick auf diejenigen lenken, die unserer Hilfe bedürfen.

Mein Name ist Kerstin Mair-Brock

Ich bin verheiratet und bin die Mama von Lilly und Moritz.
Ich arbeite als Kindergartenpädagogin in einem katholischen Kindergarten.
Seit meiner Kindheit bin ich eng mit der Pfarre verbunden. Als Ministrantin, Jungscharkind und Jungscharleitung habe ich hier einen großen Teil meiner Kindheit und Jugendzeit verbracht. Ich möchte meinen und auch allen anderen Kindern eine ebenso nette und wertvolle Zeit in der Pfarre ermöglichen, wie ich sie damals erleben durfte.
Ich würde mich freuen, wenn ich in diesem Bereich in der
Pfarre mitwirken darf und meine Ideen und Erfahrungen
einbringen kann.

Mein Name ist Martha Stansizewski

Ich bilde mich derzeit zur Bibliotheks,-, Informations-,
Archivassitentin aus. So gerne ich Bücher lese, verbringe ich Zeit mit Menschen. Die Pfarre war schon immer ein Ort, wo Menschen zusammentreffen können. Ich möchte die Pfarre dabei unterstützen, diesen Raum der Gemeinschaft zu gestalten.

Mein Name ist Stefan Brunner

Ich bin am 22.09.1983 in Wien geboren, bin verheiratet und
stolzer Vater von 2 Kindern.
Ich arbeite als Röntgenassistent in einem Wiener
Krankenhaus.
In St. Othmar bin ich jetzt im PGR Leiter fdes Auschusses
für Liturgie und Kirchenmusik.
Ich bewerbe mich erneut für den PGR, weil mir eine
lebendige, vielfältige und facettenreiche Liturgie sehr
wichtig ist und es mich ganz einfach mit Freude erfüllt,
wenn ich diese auch weiterhin aktiv mitgestalten dürfte.

Mein Name ist Mag. Georg Sachs

Ich bin gewissermaßen St. Othmar-Urgestein, bin hier schon
aufgewachsen und habe meine Frau Gaby in der Pfarrjugend kennengelernt. Heute haben wir selbst drei Kinder (Matthias, Clara und Benedikt), die dem Erwachsenwerden zustreben und sind als Familie seit vielen Jahren in das Leben der Pfarre eingebettet. 2018 habe ich die Verantwortung für die Firmvorbereitung übernommen.
In meinem Beruf als Journalist und Herausgeber einer
Chemiezeitschrift ist der Dialog mit Menschen unterschiedlicher Positionen mein Lebensthema, das ich gerne auch in St. Othmar einbringen will: Den Dialog zwischen den Generationen, den Dialog mit unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Weltanschauungen. Dazu gehört aber auch, den eigenen
Standpunkt zu kennen, ihn aus einem spirituellen Glutkern
schöpfen zu können: aus der Erfahrung, dass Gott in unserer Mitte gegenwärtig ist. Dafür würde ich mich gerne auch im PGR einsetzen.

Mein Name ist Richard Thierer

Reden ist „Silber“. Tun und Wirken ist „Gold“.
Unter diesem Motto leite ich schon mehr als fünf Jahre die Jugend in unserer Pfarre. In dieser Zeit (und trotz Pandemie) wurde viel unternommen, um den jungen Menschen eine lebendige und christliche Gemeinschaft zu bieten, welche auch gewachsen ist. Im zukünftigen PGR möchte ich nicht nur die Anliegen bzw. Ideen der
Jugendlichen aufgreifen und ansprechen, sondern diese auch aktiv mit der Pfarrgemeinde umsetzen.

Mein Name ist Christine Löffler

Ich bin während meines Studiums Mitte der 90er aus einem
Studentenheim im 8.Bezirk hierher ins Grätzel gezogen. Nach der Geburt meiner Tochter Sophie im Jahr 2001 wurde St. Othmar dann tatsächlich zu einer Heimat. Als alleinerziehende Mutter haben wir uns damals den Freundinnen und Freunden aus dem Kindergarten angeschlossen und sind hier „gelandet“.
Aus eigener Erfahrung weiß ich deshalb, dass unsere Pfarre ein wunderbarer Ort ist, an dem unsere Kinder miteinander (auf-) wachsen und sich entwickeln dürfen. Sie entdecken die Kirche als einen Ort der Freude und des christlichen Miteinanders, an dem alle mit ihren Bedürfnissen, Eigenheiten und Wünschen
willkommen sind und nehmen dies in ihren Alltag mit.
Seit einigen Jahren darf ich die Jungschar in der Pfarre leiten und sehe, wie Kinder und Jugendliche einander treffen, miteinander wachsen und sich gegenseitig und andere mit ihrer Begeisterung anstecken.
Ich möchte diesen Geist und die Freude in den
Pfarrgemeinderat tragen und gemeinsame Ideen zusammen
umsetzen

Mein Name ist Geraldine Zejma

Ich bin verheiratet und habe vier Kinder.
Eine meiner vielen Leidenschaften ist das Backen, weshalb
ich auch den Beruf der Konditorin gewählt habe.
Ich darf seit 2015 mit dem Erstkommunions – Team
von St. Othmar Kinder und Ihre Familien auf dem Weg
zur Begegnung mit Jesus begleiten. Die Neugierde und
Sichtweise der Kinder beeindrucken mich immer wieder
aufs neue.
Diesen Elan und diese Inspiration würde ich gerne in den
Pfarrgemeinderat tragen.

Angelika Fasching

Mein Name ist Angelika Fasching

Ich bin verheiratet und stolze Mama von 2 Jungs im
Kindergartenalter.
Seit meiner Kindheit bin ich sehr eng mit der Pfarre verbunden und habe viele schöne Erinnerungen sammeln dürfen und Freunde fürs Leben gefunden.
Da ich selbst die Pfarre immer als wichtigen Bestandteil meines Lebens gesehen habe, möchte ich zusammen mit meinem Mann auch unseren Kindern diese Möglichkeit geben, wertvolle, lustige und nette Erfahrungen im Kreise der Pfarre zu erleben. Ich denke, dass es daher sehr wichtig ist, sich aktiv am Pfarrgeschehen zu beteiligen und würde mich daher freuen, im PGR unser Pfarrleben mitzugestalten.

Mein Name ist Mag. Iur. Stephan Franz Resl

Ich bin seit 14 Jahren glücklich verheiratet und Vater von
3 Kindern (Lorenz, Victoria und Franziska). Alle sind
wir in der Pfarre gut eingebettet und haben schon viel am
Pfarrleben teilnehmen dürfen. Von der Zwergenjungschar
bis zum Ministrieren, von den Adventroraten, der
Erstkommunionsvorbereitung (bei der ich auch aktiv mitgestalten darf) bis zur Heiligen Messe genießen und schätzen wir die Gemeinschaft in unserer Pfarre.
Durch die vielen Begegnungen mit den anderen
Gemeindemitgliedern in den letzten Jahren, konnte ich viel
in Erfahrung bringen, was den unterschiedlichsten Menschenam Herzen liegt. Die Aufmerksamkeit, die wir als Familie im Rahmen unseres Familienlebens aktiv voneinander einfordern, um zu einem geordneten und respektvollen Miteinander zu gelangen, ist oberstes Prinzip in einem Verbund von Menschen. Ich möchte daher jene Anliegen die an mich herangetragen und die die Tätigkeit der Pfarrgemeinde betreffen aktiv einbringen und unserem Pfarrer sowie seinem Team unterstützend zur Seite stehen.
Ich freue mich daher als Kandidat für die Wahl des PGR zur
Verfügung zu stehen.

Mein Name ist Petra Juchelka

IIch bin 52 Jahre alt und unterrichte Mathematik und Physik. Ich bin verheiratet und Mutter zweier Söhne im Teenageralter.
Ich fühle mich mein Leben lang in St. Othmar zuhause und
möchte mithelfen, dass auch viele andere Menschen sich bei uns wohlfühlen können.

Mein Name ist Walter Zagler

Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter sowie drei Enkelkinder.
Ich würde gerne mithelfen, nach den schwierigen zwei letzten Jahren, den Weg in die Zukunft der Pfarre St. Othmar aktiv mitzugestalten und gleichzeitig einen Raum zu schaffen, wo sich die Menschen aus unserer Pfarre willkommen, angesprochen, wohlfühlen und auch aktiv am Pfarrleben teilnehmen können.